Freier Journalist - Reporter

Jeder Reporter ist ein Journalist - aber nicht jeder Journalist ein Reporter. Für das berufliche Dasein des Reporters, dessen Arbeit als die aufregendste innerhalb des Journalismus gilt, ist nämlich nicht jeder Journalist gemacht.

Wer als Reporter für Print-Medium, TV, Radio oder das Internet arbeitet, wird täglich mit immer wieder neuen Herausforderungen vielschichtigster Art konfrontiert, muss nahezu ständig präsent oder zumindest schnellstens aktivierbar sein, steht permanent unter zeitlichem Druck.

Typisch: Reporter für aktuelle Nachrichten und Ereignisse

Er ist weniger Spezialist als Generalist, agiert nach dem Prinzip "Nichts ist so alt wie die Nachricht von gestern" und beliefert Redaktionen mit den aktuellsten Informationen und Daten - dies alles schnell und äußerst zuverlässig, deckt damit ein breites Spektrum an Themen und Ereignissen ab.

Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Berichterstattung durch Live-Charakter zu beleben - sich selbst mitten im Geschehen zu befinden und zeitgleich dabei zu sein. Er tritt quasi als Augenzeuge in Erscheinung, erklärt und vertieft eine Tagesnachricht, versieht sie mit dem nötigen Hintergrund, damit der Leser/Hörer/Zuschauer das Ereignis einordnen kann. Dabei erhält die Berichterstattung jene gewünschte subjektive Komponente, die den Beitrag lebendig gestaltet und mit einer gewissen Dramatik versorgt, so dass sich der Rezipient unmittelbar dabei und involviert fühlt. Dennoch muss der Reporter einen gewissen Grad an Objektivität bewahren, um nicht zum Kommentator oder Selbstdarsteller zu werden, der von den durch das Ereignis betroffenen Menschen und Schicksalen ablenkt und so sein journalistisches Ziel verfehlt.

Allerdings beginnt die Arbeit des Reporters nicht erst vor Ort, sondern bereits bei der Vorrecherche, welche am Telefon, beim Sichten von Daten- und Archiv-Material oder beim Lesen von Pressemitteilungen stattfindet und ihm einen ersten Überblick über das zu verwertende Thema beziehungsweise Ereignis verschafft.