Freier Journalist - PR-Journalist

Immer mehr Journalisten drängen in den PR-Bereich, da dieses Berufsfeld keiner Eingrenzung unterliegt, und vollziehen damit die Überschneidung von PR und Journalismus.

Dabei unterscheidet sich die Arbeit eines PR-Journalisten von der seines "herkömmlichen" Kollegen lediglich dadurch, dass er von der "anderen Seite aus" agiert und die Interessen seines Arbeitgebers vertritt. Er sammelt nämlich ebenso Informationen, bündelt sie und bereitet sie mediengerecht auf, um damit die Öffentlichkeit zu versorgen. Dies bedeutet, dass er nicht nur in Kontakt zu den Medien und potentiellen Kunden seines Unternehmens tritt, sondern auch zu seinen Kollegen - der PR-Journalist informiert also nach innen wie nach außen.

PR und Marketing vs. Journalismus

Seine Arbeit konfrontiert ihn mit der ständigen Herausforderung, zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zu unterscheiden. Denn während sich Marketing immer produktbezogen und werbend zeigt und auf diesem Wege versucht, die Absatzchancen zu erhöhen und den Verkauf zu fördern, verfolgt die Public Relations-Arbeit lediglich das Ziel, eine für das Unternehmen wohlwollende Atmosphäre zu schaffen und seinem guten Ruf förderlich zu sein.

Dabei besteht das Problem des PR-Journalisten darin, dass er den Vorstellungen seines Arbeitgebers und dem Ruf seines Unternehmens gerecht werden muss und daher oft gezwungen ist, seine Objektivität in den Hintergrund zu stellen - oder sogar Sachverhalte zu beschönigen und zu verklären.

PR-Journalisten sind in der Regel bei einer Organisation oder PR-Agentur, in Ausbildung, Lehre oder Forschung beschäftigt und können sich auch selbstständig machen. Nicht alle haben eine klassische journalistische Ausbildung durchlaufen, es gibt durchaus viele Seiteneinsteiger. Jedoch waren die meisten von ihnen vorweg in Redaktionen tätig und kennen daher die Struktur von Medien und wissen, wie man Informationen medien- und somit werbewirksam aufbereitet.