Künstlersozialkasse - Absicherung für den freien Journalisten

Nicht jeder freier Journalist verdient mit seiner Arbeit so gut, dass sie ihm ein finanziell unbeschwertes Leben ermöglicht. Insbesondere zu Beginn seiner Selbstständigkeit gilt es, auf die Ausgaben zu achten, mögliche Einsparmöglichkeiten zu erkennen und umzusetzen und die von den deutschen Sozialsystemen offerierten Unterstützungen in Anspruch zu nehmen.

So bietet zum Beispiel die Künstlersozialkasse freien Journalisten finanzielle Unterstützung bei der Zahlung der monatlich anfallenden Beiträge für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Voraussetzung für die Aufnahme in die Künstlersozialkasse ist der Nachweis, dass der Antragsteller seinen Lebensunterhalt nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft mit selbstständiger Arbeit bestreitet, nicht mehr als einen Arbeitnehmer beschäftigt und - sofern er seit mindestens drei Jahren als freier Journalist tätig ist - die Mindestverdienstgrenze von EUR 3.900 überschreitet.

Künstlersozialkasse ist Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung

Genau genommen funktioniert die Künstlersozialkasse so wie ein Arbeitnehmer - sie übernimmt die Hälfte jener Beiträge, die das Mitglied für seine Sozialversicherungen zu entrichten hat. Die Finanzierung jener Unterstützung erfolgt zu gleichen Teilen durch einen Zuschuss des Bundes und die Künstlersozialabgabe. Bei der Künstlersozialabgabe handelt es sich um eine Umlage, welche von allen Unternehmen gezahlt werden muss, die mit künstlerischen und publizistischen Leistungen Einnahmen erzielen - also Zeitungen und Verlage, aber auch Radio und Fernsehen.

Keine Aufnahme ohne Prüfung

Der Andrang an freien Journalisten, die einen Antrag auf Mitgliedschaft bei der Künstlersozialkasse stellen, nimmt stetig zu. Aus diesem Grunde werden derzeit alle Beitrittsgesuche genauestens geprüft und das Aufnahmeverfahren ist derart gestaltet, dass Scheinselbständige kein Zutritt gewährt wird. So muss jeder Antragsteller nicht nur Arbeitsproben verschiedener Zeitungen, sondern auch mehrere Pauschalverträge oder Gehaltseingänge unterschiedlicher Absender einreichen und auf diese Weise seine tatsächliche Selbstständigkeit nachweisen.